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Campustag - Studium mit Aussicht

Die Hochschule Bremerhaven lädt Studieninteressierte sowie Bewerberinnen und Bewerber mit ihrer Familie zum Campustag ein.
Samstag, den 29. Juni, 10-15 h >

Biotechnologie der Marinen Ressourcen (B.Sc.)

Hochschule Bremerhaven

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Die Ressourcen des Meeres nutzen

Die Weltmeere sind einer der wichtigsten Wirtschaftssektoren der Zukunft. Galten Sie bislang in erster Linie als Nahrungsquelle und weltweiter Transportweg, gewinnen sie eine wachsende Bedeutung für die Entwicklung und den Einsatz von Hochtechnologien. Die Ozeane und Küstenmeere besitzen als Rohstofflieferant bioaktive Komponenten, dienen als Raum für die Kultivierung von aquatischen Organismen sowie für die aktive und passive Fischerei. Sie müssen als Lebensraum von Spezies nachhaltig und ökosystem-freundlich bewirtschaftet werden. Biologische Prozesse sollen als Muster für Bioverfahrentechniken dienen und beispielsweise neue Lebensmittelingredenzien bereitstellen.

Neben dem einmaligen Fokus auf die marinen Ressourcen bietet der Studiengang den Studierenden ein solides Grundlagenwissen in der Bioanalytik und Zellbiologie. Durch diese vielfältige und regelmäßig auf dem neuesten Erkenntnisstand gehaltene Ausbildung können sich die Studierenden die Expertise und die Fähigkeit, wissenschaftliche Fragestellungen und Probleme zu lösen, aneignen. Dabei lernen die Studierenden nicht nur die Biotechnologie auf die Nutzung und Erschließung der Meere anzuwenden, sondern erhalten darüber hinaus durch das Studium Zugang zu vielen spannenden und zukunftsorientierten Einsatzfeldern auf dem nationalen und internationalen Arbeitsmarkt. Außerdem ermöglicht der Bachelor die Aufnahme eines entsprechenden Masters, z. B. der Biotechnologie.
   
Abschlussgrad: Bachelor of Science
Zulassungsmodus: Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Regelstudienzeit: 7 Semester
Zulassungssemester: nur Wintersemester
Studienform: Vollzeitstudium   
Praxis: Projektstudium und Praxisphase   
Hauptunterrichtssprache: Deutsch   
Sachgebiete: Bioanalytik, Marine Ressourcen, Biotechnologie, Bioverfahrenstechnik, Mikrobiologie

Aufbau und Zielsetzung

Ziel des Studiengangs Biotechnologie der Marinen Ressourcen ist es, die Studierenden am Beispiel der marinen Umwelt und deren Ressourcen fachlich für verschiedene biotechnologische Einsatzgebiete zu qualifizieren.

Neben Kompetenzen in der Bioanalytik, welche die Studierenden ideal auf zukünftige Herausforderungen in der medizinischen, lebensmitteltechnologischen und biotechnologischen Diagnostik vorbereiten, wird den Studierenden des Studiengangs Biotechnologie der Marinen Ressourcen umfassendes  Wissen über die Meeresbiologie und ihrer Marinen Flora und Fauna, Fischerei und Aquakulturen sowie andere Formen der marinen Ressourcennutzung vermittelt. Einen weiteren Teil des Studiums bilden marine Managementthemen wie beispielsweise integriertes Küstenzonenmanagement, Ecosystem Services, Ökosystem-Tragfähigkeiten und der ökologische Footprint.

Über die fachlichen Fähigkeiten hinaus werden die Studierenden darin geschult, interdisziplinäre Projekte zu planen und durchzuführen, sowie den gängigen Maßstäben entsprechende biotechnologische Diagnosen zu erstellen, und dabei die Probenahme im Feld nicht zu vernachlässigen.

Das Studium basiert inhaltlich auf der angewandten marinen Biologie, der Zellkulturtechnik, Bioanalytik und der Bioverfahrenstechnik. Nach Belieben können die Schwerpunkte des Studiums durch verschiedene Wahlpflichtkurse vertieft werden. Im Schwerpunkt „Marine Ressourcen“ liegt der Fokus darauf, den Studierenden umfassendes Wissen über das Meer als Ökosystem und dessen wirtschaftlich nutzbare Ressourcen zu vermitteln. Der Schwerpunkt „Bio-Analytik“ dient der Vertiefung des Wissens über molekularbiologische Diagnoseverfahren und vermittelt den Studierenden die nötigen Fähigkeiten zur Entwicklung, Optimierung und Standardisierung solcher Methoden. Im weiteren Verlauf des Studiums werden diese beiden Themengebiete miteinander verknüpft.

Schwerpunkte und Besonderheiten

Der Bachelorstudiengang Biotechnologie der Marinen Ressourcen verfügt über zwei Vertiefungsrichtungen: die (1) „Marinen (Bio-)Ressourcen“ und (2) die „Bio-Analytik“. Beide Vertiefungen stehen für sich, zeigen aber sehr viele Überschneidungen. Hier wird im Studienverlauf die Bioanalytik an Beispielen der Marinen Ressourcen angewendet und die Marinen Ressourcen hinsichtlich ihrer biotechnologischen Nutzung identifiziert. 

Der Wirtschaftszweig „Marine Ressourcen“ orientiert sich an dem immer wichtiger werdenden Lebensraum Meer und seinen darin vorkommenden aquatischen (Bio-) Ressourcen und nutzt die Meeresbiologie als Basis. Hier wird neben Inhalten zur Ozeanographie und zur Marinen Flora & Fauna detailliert die wirtschaftliche Bedeutung von Aquakulturen, der Fischerei (aktiv/passiv) und weiterer aquatischen Quellen für Marine Ressourcen (Naturstoffe, Fouling-Organismen, etc.) beleuchtet, die sowohl mit technologischen, biotechnologischen als auch biologischen Inhalten sowie mit Managementthemen, wie integriertes Küstenzonenmanagement, GIS und Ökosystem-Tragfähigkeiten, gefüllt werden.

Der zweite Wirtschaftszweig beschäftigt sich mit der Bioanalytik und bereitet die Studierenden auf die rasante Entwicklung in der medizinischen, lebensmitteltechnologischen und biotechnologischen Diagnostik vor. Hier wird seit Jahren auf innovative Analyseverfahren gesetzt, die neben der klassischen Mikrobiologie hin zu innovativen Methoden der „Next Generation“ gehen, also Verfahren wie u.a. lab-on-a-chip.

Einsatzfelder

Der Studiengang ist systematisch auf den Arbeitsmarkt und auf seine zukünftigen Arbeitsfelder ausgerichtet. Im Zusammenhang mit den Forschungsmöglichkeiten des AWI, der Thünen-Institute und den hochschulnahen Instituten wie das BIAMOL kann die Biotechnologie "Bio-Analytik / Marine Bio-Ressourcen" Modell-Entwicklungen in der Ökologie verbessern, indem sie das Zusammenwirken verschiedener Spezies auf molekularer Ebene analysiert. Die Entwicklung neuer Technologien, z. B. Mini- und Mikro-Labor-Techniken (Nano-Biotechnologie) stellt ein zukunfts- und marktrelevantes Themenfeld mit enormem Entwicklungspotenzial u.a. für den Einsatz in der medizinischen Diagnostik dar (Hygienestandards in Krankenhäusern; Multiresistenzmanagement), das auch von Absolventinnen und Absolventen der Biotechnologie / Marine Bio-Ressourcen mit entwickelt werden wird. Weitere Berufsfelder eröffnen sich im Bereich Genetischer Fingerabdruck sowie die biologische Herkunft von Lebensmitteln. Weitere Einsatzmöglichkeiten finden sich im Bereich Umweltconsulting und -monitoring von Offshore-Projekten wie Windenergie oder Bohrprojekten. Ferner können die Absolventinnen und Absolventen gutachterliche Tätigkeiten sowie Qualitätsmanagement in Umweltverbänden, Industriebetrieben, Ver- und Entsorgungsunternehmen übernehmen. Die profunde Ausbildung bietet gleichwohl die Konzeption und Steuerung von Aquakulturanlagen, dem System-Design und deren Management als mögliches Betätigungsfeld an. In Forschungsinstitutionen bildet der Einsatz bei der Methodenentwicklung und Durchführung von Analyseverfahren weitere Arbeitsfelder.

Einsatzfelder eröffnen sich u.a. in folgenden zukunfts- und marktrelevanten Tätigkeitsgebieten:

  • Entwicklung neuer Technologien, z. B. Mini- und Mikro-Labor-Techniken (Nano-Biotechnologien)
  • Genetischer Fingerabdruck, sowie biologische Herkunft von Lebensmitteln
  • Umweltconsulting/-management und Umwelt-Monitoring für den Naturschutz, für Küsten- und Offshore-Projekte (Windenergie, Bohrprojekte, etc.) sowie für Bio-Ressourcen-Nutzung (passive/aktive Fischerei, Aquakulturen, andere Bio-Ressourcen)
  • Nachhaltige und naturschonende Fischerei und Aquakultur
  • Umweltverträglichkeitsstudien
  • Restauration, Bioremediation und Restocking
  • Entwicklung und Konzeption, Planung, Bau, Steuerung und Betrieb von landgestützten Aquakulturanlagen wie auch Systeme in küstennahen/-fernen Gewässern
  • Einsatz in der medizinischen Diagnostik (Hygienestandards in Krankenhäusern; Multiresistenzmanagement)
  • Projektleiter in einer Forschungsabteilung
  • Forschung in den gelernten Themenbereichen

Da der Bachelorstudiengang Biotechnologie der Marinen Ressourcen zusammen mit Kooperationspartnern aus der Forschung (z.B. AWI, Thünen und BIAMOL) ausgerichtet wird und er sich von den klassischen Inhalten der Ingenieurswissenschaften abhebt, hat dieser eher einen starken wissenschaftlichen Bezug. Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudienganges können sowohl in der Forschung in den Forschungsinstituten (an Hochschulen und Universitäten wie auch in Forschungsabteilungen von Industriekonzernen), als auch anwendungsorientiert in der Industrie (z. B. Qualitätskontrolle der Lebensmittelindustrie) angestellt werden.

Durch die Vermittlung von Problem- und Fachlösungskompetenzen sowie die Kompetenz zum Teamwork werden die Studierenden auf das spätere Berufsleben in unterschiedlichen Unternehmen vorbereitet. Diese Kompetenzen werden sowohl im dienstlichen als auch gesellschaftlichen Wirkungskreisen von großem Wert sein und die Studierenden befähigen, sich in ihren Arbeitsstätten und privaten Umfeldern zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen.

Kontakt

Die Studienfachberatung erfolgt durch den Studiengangsleiter Prof. Dr. Harms >

Allgemeine Studienberatung

Natalie Stellmacher, M.A.
Tel.: 0471/4823-556
E-Mail: studienberatung@no-spamhs-bremerhaven.de

Donnerstag, 10-12 Uhr sowie 13-15 Uhr
Freitag, 9-12 Uhr

Informationen für Studieninteressierte >

Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf der Webseite zum Studiengang:
Zur Webseite >

 

 

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