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Digitale Medienproduktion (B.A.)

Hochschule Bremerhaven

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Digitale Medienproduktion (DMP) ist ein interdisziplinärer Studiengang an der Nahtstelle von Medien­design, Medieninformatik und Medienplanung. DMP setzt auf ein fächerübergreifendes Profil mit einem Ausbildungsschwerpunkt in der Verzahnung der Disziplinen, also der Konzeption, Gestaltung und Entwicklung multimedialer Systeme. Die Design- und Informatikanteile des Studiengangs werden dabei nicht als isolierte Module unterschiedlicher Disziplinen begriffen, sondern bedingen sich gegenseitig und bauen aufeinander auf. DMP ist anwendungs- und praxisorientiert. Aufgrund seines multidisziplinären Ansatzes berücksichtigt der Studiengang Methoden und Werkzeuge sowohl des Mediendesigns als auch der Medieninformatik. Daneben werden Aspekte der Medienproduktion berücksichtigt, die sich mit der Konzeption, Planung, Budgetierung und Vermarktung von Anwendungen befassen.

Der Studiengang zeichnet sich aus durch:

  • Dreieinhalb Jahre Vollzeitstudium mit hohem Praxisbezug
  • Abschluss mit dem Bachelor of Arts (B.A.)
  • Aufgenommen werden 30 Studierende pro Jahr
  • Wahlweise Praxissemester oder Auslandssemester
  • Vertiefungsrichtung Audiovisuelle Medien oder Crossmediales Publizieren
  • Unterrichtssprache: Deutsch (in Ausnahmen Englisch)

Regelstudienzeit: 7 Semester
Studienformen: Vollzeitstudium
Zulassungsmodus: Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
Zulassungssemester: nur Wintersemester
Sachgebiete: Informationstechnik; Mediendesign; Film, Fernsehen

Studienaufbau

Die Regelstudienzeit beträgt dreieinhalb Studienjahre bzw. sieben Fachsemester. Diese beinhaltet unter anderem ein Praxissemester (wahlweise ein Auslandssemester), ein zweisemestriges Medienprojekt sowie die Bachelorarbeit mit dazugehörendem Graduiertenseminar und Kolloquium.

Im Designbereich werden im ersten Studienjahr Module bzw. Lehrveranstaltungen angeboten, die sich systematisch mit der Grundlagenvermittlung und den Methoden der Gestaltungslehre befassen: „Form und Farbe“, „Gestaltungsmethoden und Werkzeuge“ sowie „Schrift und Layout“. Daneben gibt es zwei Module, die in die Fotografie und Bewegtbildgestaltung einführen: „Audiovisuelle Medien“ und „Grundlagen der Fotografie“. Im Bereich der Medieninformatik geben die Veranstaltungen „Multimediatechnik“ und „Programmierung“ grundlegende Einblicke in Kompressionsformate bzw. -techniken und objektorientierte Programmiersprachen. „Media Engineering“, „Betriebswirtschaftslehre“ und „Marketing“ sind Lehrveranstaltungen, die in den Bereich des Medienmanagements einführen sollen.

Der fächerübergreifende Ansatz des DMP-Curriculums wird besonders im zweiten Studienjahr deutlich, in dem neben dem Medienprojekt (mit Anteilen der Medienkonzeption, der Mediengestaltung und der Medieninformatik) zwei Module angeboten werden, die ebenfalls eine projektorientierte Ausrichtung haben: „UI-/ UX-Design" und "interaktive Systeme“. Im Gegensatz zum offeneren Ansatz des Medienprojekts sind in diesen interdisziplinären Modulen die Lehrinhalte jedoch weitestgehend vorgegeben. Die verschiedenen Disziplinen der Module ermöglichen die Beleuchtung des Entwicklungsprozesses Digitaler Medien unter verschiedenen Perspektiven: Interaction Design bzw. Interface Design auf der einen Seite, Grundlagen der gebrauchstauglichen Gestaltung von interaktiven Systemen und Mensch-Maschine-Schnittstellen auf der anderen Seite. Praktisch geht es um die prozesshafte Entwicklung interaktiver Multimediaanwendungen von der Konzeption über Gestaltung, Evaluation, Prototyping und Usability-Tests bis zur Implementierung.

Ab dem dritten Semester haben die Studierenden außerdem die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte ihres Studiums zu definieren. Das betrifft nicht nur die Wahl des Medienprojekts, sondern auch die Vertiefung im Bereich Mediengestaltung, später auch in der Medieninformatik. Aus einem wechselnden Angebot wählen die Studierenden in den Vertiefungsmodulen je zwei Lehrveranstaltungen aus. In den beiden Gestaltungsmodulen kann diese Spezialisierung für die Studierenden unter zwei möglichen Themensträngen zusammengefasst werden: „Crossmediales Publizieren“ (Editorial Design, Corporate Design, Concept Design etc.) und „Audiovisuelle Medien“ (Animation, Motion Design, Filmproduktion etc.). Im Wahlpflichtmodul „Vertiefung Medieninformatik“ können die Studierenden Veranstaltungen belegen, die in Bezug auf ihre informatischen Komponenten auf dem Doppelmodul „Gestaltung interaktiver Systeme“ aufbauen: Spieleentwicklung, eLearning, Physical Computing o.ä.

Schwerpunkte

Im Laufe des Studiums der Digitalen Medienproduktion ist es möglich, entsprechend der individuellen Interessen Schwerpunkte zu setzten. Die in der Studienstruktur festgelegten Vertiefungen während des Studiums sind die Bereiche "Audiovisuelle Medien" und "Crossmediales Publizieren".

Während die Vertiefungsrichtung "Audiovisuelle Medien" sowohl technische als auch gestalterische Aspekte der Produktion kleiner Filmprojekte und Videoformate beleuchtet, werden im Schwerpunkt "Crossmediales Publizieren" die Grenzen der Gestaltung in den Raum erweitert. Dazu gehört die Einbindung von Interaktion genauso wie die der Digitalisierung.

Innerhalb dieser beiden Vertiefungsrichtungen bestehen weiter verschiedene Möglichkeiten einer Spezialisierung, die vor allem durch selbst gewählte Projekte beeinflusst werden kann.

Im zweisemestrigen Medienprojekt entwerfen und gestalten die Studierenden ein komplexes Mediensystem oder Medienprodukt in eigenverantwortlicher Arbeit. Sie organisieren selbstständig die Rollenverteilung und Arbeit im Team und stellen die Fähigkeit unter Beweis, systematisch zu arbeiten und spezifische Problemlösungskonzepte innerhalb eines vorgegebenen Zeitbudgets zu entwickeln. Dabei werden Grundprinzipien des Projektmanagements ebenso in der Anwendung erlernt wie die systematische, technische und gestalterische Entwicklung der jeweiligen Arbeitsschritte sowie die Implementierung von Qualitätssicherungsmaßnahmen.

Das Modul „Soziale Projektarbeit“ verpflichtet die Studierenden, sich für mindestens ein Semester ihres Studiums ehrenamtlich für eine gemeinnützige oder öffentliche Einrichtung bzw. für Vereine oder auch für einzelne Mitmenschen zu engagieren. Dieses Engagement ist primär projektorientiert, kann aber über die bloße Projektarbeit hinaus erweitert werden: So können die Studierenden beispielsweise Werbe- und Kommunikationskonzepte für Kindergärten oder Schulen gestalten, Websites oder AV-Produktionen für gemeinnützige Vereine entwickeln, aber auch Internetkurse für Senioren in Altenheimen anbieten.

Die soziale Projektarbeit ist eine Lehr- und Lernform, die gesellschaftliches Engagement von Studierenden mit fachlichem Lernen verbindet (Service-Learning). Die Studierenden organisieren ein komplexes Projekt in eigenverantwortlicher Arbeit und setzen es um. Sie stellen dabei die Fähigkeit unter Beweis, systematisch zu arbeiten und spezifische Problemlösungskonzepte innerhalb eines vorgegebenen Zeitbudgets zu entwickeln.

Vor allem aber soll die soziale Projektarbeit dazu beitragen, dass die Studierenden bei der Arbeit mit Medien nicht nur wissenschaftliche, kreative oder wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen, sondern sich ebenso ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind und soziales Engagement als selbstverständlichen Teil auch unternehmerischen Handelns begreifen, der darüber hinaus Spaß macht und Anerkennung erfährt.

Praxisorientierung und Praxissemester

Die Praxis- und Anwendungsorientierung ist ein zentraler Bestandteil des Studiengangs DMP. Die Modulstruktur sieht für nahezu jede Veranstaltung integrierte Übungs- und Praxiseinheiten vor. Dadurch sind die Studierenden schon früh angehalten, selbstständig zu lernen, zu entwickeln und zu gestalten. Im dritten und vierten Semester bietet das einjährige Medienprojekt den Studierenden sehr gute Möglichkeiten, unter praxisähnlichen Bedingungen eigene Erfahrungen mit komplexen Medienproduktionen zu machen. Das Projekt bestimmt nachhaltig die eigene Berufsfeldorientierung. Für die praktischen Übungen und die Projektarbeit stehen mit dem Labor für Multimedia, dem Videolabor und dem Designlabor gut ausgestattete Einrichtungen zur Verfügung. Im Praxissemester werden die Studierenden in die Lage versetzt, die dort gemachten berufspraktischen Erfahrungen mit den im Studium erworbenen Kenntnissen abzugleichen und theoretisch zu reflektieren. Dabei bekommen sie Einblicke in den Berufsalltag, knüpfen Kontakte mit der späteren Berufswelt und entwickeln eine spezifische berufliche Perspektive.

Auslandssemester

Wahlweise können die Studierenden statt des Praxissemesters ein theoretisches Studiensemester im Ausland belegen. Das Auslandssemester dient der persönlichen Entwicklung und dem interkulturellen Lernen in einem fremden sozialen und kulturellen Bildungsumfeld. Die Studierenden wählen nach Maßgabe des Lehrangebots der ausländischen Partnerhochschulen Lehrveranstaltungen aus dem Spektrum der Mediengestaltung oder Medieninformatik bzw. einem freien Wahlpflichtbereich.

Die Auslandsaufenthalte der Studierenden werden unter anderen durch Kooperationen der Hochschule Bremerhaven mit ausländischen Partnerhochschulen in Irland, Spanien, Finnland oder den Niederlanden ermöglicht.

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Einsatzfelder und Branchen

Die Berufsfelder für zukünftige Absolventinnen und Absolventen der Digitalen Medienproduktion sind vielfältig. Studierende, die sich für die Vertiefung Audiovisuelle Medien entscheiden, haben gute Chancen im Bereich von Film, Fernsehen und Internet-TV (inkl. On-Air-Gestaltung). Eine Stärke von Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs DMP ist die Schnittstellenkompetenz zur Gestaltung und das Wissen um crossmediale Gestaltungsfragen. Innerhalb von Agenturen sind zunehmend auch audiovisuelle Kompetenzen gefragt, die etwa im Bereich Promotion oder Pitches häufig den entscheidenden Unterschied zu Mitbewerbern und Mitbewerberinnen ausmachen. Eine besondere Branche innerhalb der Produktions- und Designlandschaft ist das Application Design, also Entwurf und Programmierung digitaler Anwendungen, die einen besonderen Fokus auf Usability und User experience haben. Absolventinnen und Absolventen von DMP haben gute Voraussetzungen, weil sie sowohl mit der Programmierung als auch mit Prototypenentwicklung, Interface-Design und Animation/Visualisierung vertraut sind. Auch für den Markt des Game-Designs bringen Alumni notwendige Kenntnisse mit. Ein ebenfalls großer Markt sind Kommunikations- und Entwicklungsabteilungen in Mittelstand und Industrie.

Tätigkeitsbereiche

Mögliche Tätigkeitsbereiche sind:

  • Entwicklung und Gestaltung digitaler Mediensysteme zur Vermittlung von Wissen
  • Entwicklung interaktiver multimedialer Anwendungen im Kulturbereich
  • Konzeption und Umsetzung crossmedialer Publikationen
  • Corporate-Design-Entwicklung
  • Konzeption und Entwicklung audiovisueller Medien
  • Entwicklung digitaler Medien für Freizeit und Unterhaltung   
  • Entwicklung und Gestaltung von Kommunikationskonzepten
  • Kommunikationsanwendungen im Bereich Marketing und Public Relations
  • Usability-Engineering, Schulung und Beratung
  • Mobile Anwendungen

Eine Absolventin, die nach ihrem Studium der Digitalen Medienproduktion Bremerhaven treu geblieben ist, ist Joanna Meyer. Wie sie das Studium erlebt hat, was sie dazu motiviert hat und wie sie aus dem Studium in Ihrem Job gekommen ist, davon berichtet sie in einer Interviewproduktion von nowi.tv.

Kontakt

Die Studienfachberatung erfolgt durch Prof. Dr. Holger Rada >

Allgemeine Studienberatung

Natalie Stellmacher, M.A.
Tel.: 0471/4823-556
E-Mail: studienberatung@no-spamhs-bremerhaven.de

Donnerstag, 10-12 Uhr sowie 13-15 Uhr
Freitag, 9-12 Uhr

Informationen für Studieninteressierte >

Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf der Webseite zum Studiengang:
Zur Webseite >

 

 

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