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Energetisch-Ökologischer Stadtumbau (M.Eng.)

Hochschule Nordhausen (University of Applied Sciences)

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Was ist energetisch-ökologischer Stadtumbau?

1992 wurde auf dem Erdgipfel in Rio de Janeiro vereinbart, dass wir nicht schon heute die Ressourcen zukünftiger Generationen verbrauchen dürfen. Diese Prämisse wurde Grundlage der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie von 2002. Zentraler Bestandteil dieser Strategie ist die nachhaltige Siedlungspolitik und die Forderung, der Bebauung und Zersiedelung unsere Natur- und Kulturlandschaften Einhalt zu gebieten. Ferner fordert die Nachhaltigkeitsstrategie eine deutliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen, um der drohenden dramatischen Klimaveränderung zu begegnen. 2011 vollzog Deutschland als erstes Land der Welt eine „Energiewende“: Ziel ist es, sparsam mit Ressourcen umzugehen und fossil-nukleare Energie durch regenerative Energie zu ersetzen. Dennoch stellen sich auf dem Weg zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele weiterhin große gesellschaftliche Herausforderungen, die in den nächsten Jahrzehnten zu bewältigen sind.

All dies bildet die Kulisse für den Masterstudiengang Energetisch-Ökologischer Stadtumbau. Wie in vielen anderen Ländern der Welt wird sich auch in Deutschland der Trend zur Verstädterung verstärken. In Städten wird der Großteil der Ressourcen verbraucht, hier wird am meisten Energie benötigt. Gleichzeitig werden hier erhebliche Mengen an Treibhausgasen emittiert. Um den Gedanken der Nachhaltigen Entwicklung umzusetzen, müssen wir daher in unseren Städten beginnen. Welche Strategien dabei verfolgt werden und wie wir den energetisch-ökologischen Stadtumbau praktisch umsetzen können, ist Gegenstand dieses Masterstudiums.

Ziele des Studiengangs

Das Masterprogramm Energetisch-Ökologischer Stadtumbau zielt auf eine breite, transdisziplinäre und praxistaugliche Ausbildung. Der Studiengang ist hochaktuell und gesellschaftlich unmittelbar relevant. Er vermittelt das Grundlagen- und Fachwissen, um die vielfältigen Aufgaben beim Umbau unserer Städte zu meistern.

Der energetisch-ökologische Stadtumbau ist sowohl ein Gemeinschaftswerk als auch eine Generationenaufgabe, die von einer Vielzahl von Unternehmen und Institutionen zu bewältigen ist.

Dazu zählen:

  • Ingenieurbüros,
  • Büros für Planung, Projektierung und Projektentwicklung,
  • Umweltverbände,
  • internationale Unternehmen der Ressourcen und Energiewirtschaft,
  • Bau und Ausführungsfirmen,
  • Beratungs- und Consultingunternehmen,
  • öffentliche Einrichtungen von Kommunen, Land und Bund,
  • Genehmigungs- und Kontrollbehörden,
  • Banken und Versicherungen,
  • öffentliche und privatwirtschaftliche Forschungseinrichtungen,
  • nationale und internationale Agenturen der Entwicklungszusammenarbeit.

Studieninhalte

Das dreisemestrige Masterstudium vermittelt Fachkompetenz auf dem transdisziplinären Gebiet des energetisch-ökologischen Stadtumbaus. Es setzt Grundlagenwissen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich voraus.

Vorlesungen, Übungen und Seminare widmen sich Themen der Nachhaltigkeit, der Stadt- und Raumplanung, des Bauens im Klimawandel, der Mobilität, der urbanen Stoff- und Energieströme, der Finanzierung und Wertschöpfung, der Stadtökologie und -soziologie sowie des Rechtsrahmens und der Politik. Neben den Lehrveranstaltungen veranschaulichen Ortsbesichtigungen und Exkursionen die Dimensionen dieser Themenfelder.

Unter anderem werden folgende Fragen beantwortet:

  • Wie funktionieren Städte?
  • Was ist eine nachhaltige Stadt?
  • Wie müssen sich Städte auf den Klimawandel vorbereiten?
  • Welche Rolle spielt die Mobilität und wie wird sie sich entwickeln?
  • Wie wird eine Stadt mit Ressourcen und Energie versorgt?
  • Welche Rolle spielen erneuerbare Energien in der Stadt der Zukunft?
  • Wie atmet eine Stadt?
  • Warum sind Abfallstoffe Wertstoffe?
  • Wie gewinnt man Energie aus Abwasser?
  • Wie wird eine Stadt „grün“?
  • Wie lassen sich diese Ansätze zu Gesamtkonzepten entwickeln?
  • Wie plant und finanziert man Stadtumbau?
  • Können die Bürger vom Umbau auch finanziell profitieren?

Die Lehrveranstaltungen werden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Nordhäuser Hochschule gehalten, die 2007 in der „Kleinen Exzellenzinitiative“ ausgezeichnet wurde. Unterstützt werden sie von Gastwissenschaftlern aus Forschung und Praxis sowie Mitarbeitern der Internationalen Bauausstellung IBA Thüringen, die 2012 eine Denkwerkstatt an unserer Hochschule etabliert hat.

1. und 2. Semster

Vorlesungen / Übungen / Seminare:

  • Nachhaltigkeit
  • Energie- und Stoffströme
  • Mobilität
  • Stadt im Klimawandel
  • Stadtökologie
  • Stadtsoziologie
  • Stadt- und Raumplanung
  • Recht und Politik
  • Nachhaltiges Bauen
  • Stadtumbau und Wertschöpfung

Wahlfächer:

  • Fachsprache
  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • Geo- und Umweltinformationssysteme
  • Energieberater (Zertifikatskurs)
  • Interdisziplinäre Projektarbeit
  • Exkursionen

3. Semester

  • Praxisvorbereitung
  • Exkursionen
  • Masterarbeit

Abschluss: Master of Engineering (M.Eng.)
Regelstudiendauer: 3 Semester / 90 ECTS-Credits
Studienbeginn: Sommersemester
Bewerbungszeitraum: bis 1. März für das Sommersemester
Studiengebühren: keine
Zulassungsvoraussetzungen: Zugelassen werden Bewerber mit Abschluss eines berufsqualifizierenden Studiums (210 ECTS-Credits, mind. ECTS-Grade "B" bzw. Gesamtnote "gut"), ein Qualifikationsaufbau von 30 ECTS-Credits ist im Wintersemester möglich

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Dieter D. Genske
Studiendekan, Vertretungsprofessur
Telefon: 03631 420-337
Fax: 03631 420-814
E-Mail: genske@hs-nordhausen.de

Prof. Dr.-Ing. Joachim Fischer
Professor
Telefon: 03631 420-469
Fax: 03631 420-825
E-Mail: fischer@hs-nordhausen.de

Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf der Webseite zum Studiengang
Zur Webseite >

 

 

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