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Netzwerkmanagement Bildung für eine nachhaltige Entwicklung – Schwerpunkt Kindheitspädagogik (M.A.)

Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH Berlin)

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Allgemeine Informationen

Fachbereich: Gesellschafts- und Sozialwissenschaft / Kindheitspädagogik /
Typ: Berufsbegleitend, weiterbildender Masterstudiengang
Abschluss: Master of Arts
Dauer: 4 Semester
Leistungspunkte: 90 Credits
Gesamtkosten: 6.000 EUR
Beginn: jeweils Sommersemester
max. TN-Zahl: 25 Studierende

Das Master Programm Nachhaltige Entwicklung und frühkindliche Bildung

Der Masterstudiengang bildet Expert_innen aus, die in der Lage sind durch innovatives Netzwerkmanagement die Inhalte und Methoden einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in unterschiedlichen Arbeitsfeldern mit aktuellen Themen und Belangen der Kindheitspädagogik zu verknüpfen. Sie sind in der Lage, zukunftsrelevante Problemstellungen zu analysieren, die Interessen von Anspruchsgruppen zusammenzuführen und sie in einer partizipativ entwickelten Strategie mit ihnen gemeinsam umzusetzen. Neben wissenschaftlicher, forschungsorientierter Fundierung zeichnet den Masterstudiengang ein starker Praxisbezug aus.

So werden die Studierenden (Mentees) während ihres Studiums in einem umfangreichen Mentor_innenprogramm (MENPRO) von Menschen aus der Praxis mit langjähriger Berufserfahrung begleitet. Die Mentees werden mit Anforderungen vertraut gemacht, denen sich Stelleninhaber_innen des mittleren und oberen Managements gegenüber sehen. So lernen sie mit ihren Mentor_innen von Trägern sozialer Dienste, aus kindheitspädagogischen Einrichtungen, Senatsverwaltungen, Unternehmen des Gesundheitswesens oder aus Wirtschaftsunternehmen, Entscheidungen zu treffen, Ziele zu definieren und einen Fokus auf Nachhaltigkeitsmanagement zu legen. Nach Abschluss des Studiums steht den Absolvent_innen ein breit gefächertes Tätigkeitsspektrum offen, weil in der Ausbildung auf ihre Fähigkeit zur konzeptionellen Arbeit ein besonderes Augenmerk gelegt worden ist.

Die Schwerpunkte

Der Masterstudiengang richtet sich an Absolvent_innen mit einem ersten akademischen Abschluss, die eine Höherqualifikation durch ein Ergänzungsstudium anstreben. Dieses ist geprägt von einem Theorie-Praxis-Transfer und befasst sich mit drei komplexen Schwerpunktthemen (1.-3.), die einzeln betrachtet werden können aber immer gemeinsame Schnittmengen haben

  1. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) basiert auf der Erkenntnis, dass unsere derzeitige Art zu leben und zu wirtschaften nicht fortgesetzt werden kann, ohne dass ökologische Risiken sowie ökonomische und soziale Ungerechtigkeiten weltweit zunehmen. Eine Umorientierung gelingt nur, wenn möglichst viele Menschen dies erkennen und im Sinne einer nachhaltigen – auf Dauer angelegten, partizipativen – Entwicklung handeln. Hierfür bieten (Stadt-)Quartiere und die lokale Ebene gute Ansatzpunkte. BNE möchte die Menschen dazu befähigen, Zukunftschancen zu erkennen und gemeinsam mit anderen aktiv und verantwortungsvoll zu nutzen. Ein BNE-Bildungskonzept ist davon geprägt, niemanden auszuschließen, partizipativ zu arbeiten, zum Ausprobieren und Querdenken anzuregen; das eigene Handeln soll reflektiert, allen ein positives Lernen ermöglicht und die Entscheidungsfähigkeit der Partner_innen gefördert werden.
  2. Auf dem Gebiet der Kindheitspädagogik weisen die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen trotz positiver Entwicklungen im Bereich der frühkindlichen Betreuung große fachliche, organisatorische und personelle Defizite auf. Denn Entscheidungen für Familien und Kinder, die von den unterschiedlichen Ebenen der Verwaltung getroffen werden, sind oft nicht aufeinander abgestimmt und haben deshalb auch Auswirkungen über das (wissenschaftlich definierte) Kindesalter von 0-12 Jahren hinaus. Vor diesem Hintergrund gilt es, die zentrale Bedeutung von Erziehung und Bildung in den Focus zu stellen: sie beginnt im frühen Kindesalter und führt über die Pubertät in die Adoleszenz. Die für die jeweiligen Lebensabschnitte zuständigen Bildungseinrichtungen sollten sich bereits frühzeitig als Partner_innen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung begreifen und vernetzen. Ein solcher Dialog sorgt für gegenseitiges Verständnis, erleichtert Übergänge und führt zu Synergieeffekten, die für alle Beteiligten eine gute Grundale für lebenslanges Lernen bieten.
  3. Im dritten Schwerpunkt erfolgt die Beschäftigung mit theoretischen Modellen, den realen Vorraussetzungen und verborgenen Hinderungsgründen bei der Umsetzung guter Managementpraktiken. Handlungsfelder sind soziale Organisationen oder Non-Profit-Einrichtungen, die Überwindung von Trennendem in (Stadt-) Quartieren ebenso die Arbeitsebenen von Kommunen, Senatsverwaltungen und Ministerien. Die Planung und Steuerung einer auf Nachhaltigkeit angelegten Infrastruktur kommt heute ohne Netzwerkarbeit praktisch nicht mehr aus. Netzwerke sind aber kein Selbstzweck, man kann sich nicht in ihnen ausruhen oder verstecken. Die Mitarbeit in ihnen ist oft an direkte Beteiligung gebunden, die mehr eigene Investitionen verlangt als ursprünglich kalkuliert. Netzwerke zu erhalten und zu pflegen kann einen hohen Koordinationsaufwand erfordern. Daher ist es wichtig, ihren Aufbau anzuregen und zu unterstützen, sie zu managen und ihren Erhalt zu sichern. Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung derart komplexer Vorhaben sind nicht nur ein hohes Maß kommunikativer Kompetenz, gepaart mit einem partizipatorischen Führungsstil; gefragt sind auch die zentralen Eckpunkte eines guten Projektmanagements: die richtige Interpretation betriebswirtschaftlicher Kennzahlen, die Erstellung von Zeit- und Kostenplänen sowie die Bewerkstelligung eines den Partner_innen vermittelbaren Risiko- und Konfliktmanagements. Dieses kann nur auf der Grundlage einer Theorie-Praxis-Reflexion entwickelt und umgesetzt werden.

Studienaufbau

Einschließlich der Masterarbeit gliedert sich der Studiengang in sieben Bereiche, denen jeweils 1-3 (Teil-)Module zugeordnet sind. Im Einzelnen sind dies folgende Studienbereiche:

  • Kindheitspädagogik
  • Management
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
  • Methoden professionellen Handelns
  • Mentor_innenprogramm (MENPRO)
  • Lern- und Forschungswerkstatt mit Praxisbezügen [wahlweise mit den Schwerpunkten „Management“ oder „BNE“]
  • Masterarbeit

Das Mentor_innenprogramm (MENPRO)

Das Mentor_innenprogramm (MENPRO) ist grundsätzlich von herkömmlichen Praktika grundständiger Studiengänge zu unterscheiden. Gemeinsam mit der Mentor_in sollen keine Regel- sondern zusätzliche Aufgaben in einer Einrichtung wahrgenommen oder Projekte initiiert werden, die angedacht oder gewünscht, jedoch bisher mangels fehlender Ressourcen oder fehlenden Know-Hows nicht umgesetzt werden konnten. Zur Realisierung des jeweiligen Vorhabens steht der Mentee eine Mentor_in zur Seite, die als Leitungspersönlichkeit ihrer Einrichtung mit umfassender Berufspraxis Einblicke in die Grundlagen ihres Denkens und Handelns gibt. Solche Erfahrungen befähigen die Studierenden durch kritische Hinterfragungen das eigene Selbstbewusstsein zu stärken und derart ihre Persönlichkeit weiter auszubilden.

Zum erfolgreichen Gelingen handeln Hochschule und Praxiseinrichtung in enger Abstimmung miteinander, um programmtaugliche Konzepte für die studiengangsintegrierte Praxisphase zu definieren. Verstetigt wird diese Kooperation dadurch, dass die Mentor_innen auch eingeladen sind, die in Hochschulseminaren stattfindende Praxisreflexion und -analyse der individuellen Projekte gemeinsam mit den Studierenden zu besuchen und zu erörtern. Grundsätzlich besteht für Studierende die Möglichkeit, das Thema ihrer Masterarbeit aus ihrem – in der Praxisphase realisierten – Modellprojekt zu generieren.

Zugangsvoraussetzungen

  • Für eine Bewerbung benötigen Sie einen ersten akademischen Abschluss (Diplom, Magister, Bachelor oder Staatsexamen).
  • Für eine Zulassung ist Berufserfahrung von mindestens 12 Monaten nötig. Es zählt die Berufserfahrung, die Sie nach dem akademischen Abschluss erworben haben.

        Bewerbung mit 180-Credit-Bachelor

Wenn Sie in Ihrem Erststudium 180 ECTS-Punkte erworben haben, müssen Sie im Laufe des     Studiums weitere 30 Credits nachholen. Dies geht zum Beispiel durch Anerkennung von erbrachten Leistungen oder durch Belegung ergänzender Lehrveranstaltungen. Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an!

Ausführliche Informationen dazu finden Sie im Merkblatt Informationen für BA-Absolvent_innen mit 180 Credits.

Ausführliche Informationen zu den Zugängen finden Sie in der ­­­Zugangs- und Zulassungsordnung.

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Kosten

Die Studiengebühr beträgt pro Semester 1.500,- EUR. Das sind 6.000,- EUR für das gesamte Studium und monatliche Kosten von 250,- EUR.

Ratenzahlung ist unkompliziert möglich. Sprechen Sie uns an!

Die Immatrikulationsgebühr, die die Alice Salomon Hochschule Berlin erhebt, in Höhe von derzeit 117,39 EUR pro Semester, kommt zu den Studiengebühren hinzu.

Das Semesterticket kann auf Wunsch für 193,80 EUR ausgestellt werden. Das Ticket ist die kostengünstigste Variante für den öffentlichen Nahverkehr (Tarifbereich ABC). Das Semestertickt ist optional!

Die Studiengebühr deckt die Kosten für:

  • Lehre in den einzelnen Modulen,
  • fachliche und prüfungsorganisatorische Betreuung,
  • Immatrikulations- und Prüfungsverwaltung,
  • Begleitung während des MENPRO,
  • sowie die Betreuung bei der Erstellung der Master-Arbeit.


Berufschancen

Als Absolvent_in qualifizieren Sie sich unter anderem:

  • für Leitungsaufgaben;
  • zur Programm-, Konzept- und Qualitätsentwicklungen, die im Hinblick auf Nachhaltigkeit wahrgenommen und gestalten werden können;
  • für die Akquise, Durchführung und Abwicklung von Forschungs- und Drittmittelprojekten;
  • für das Management von Netzwerken;
  • für Wahrnehmung von Beratungsaufgaben;
  • für Lehre und Forschung.

Arbeitsfelder sind zum Beispiel:

  • Elementar- und Kindheitspädagogik,
  • Stadtteil- / Quartiersmanagement,
  • Wohlfahrtsverbände,
  • Forschungs-, Drittmittel- und Modellprojekte,
  • Sozial- und Bildungseinrichtungen,
  • Verwaltungen auf kommunaler Ebene, Landes- oder Bundesebene,
  • Hochschulen.

O-Töne aus der Praxis zu den Berufschancen:

„Sehr gute Chancen, denn den Studierenden werden Kompetenzen im Bereich Netzwerkmanagement vermittelt, die andere im Verlauf von Prozessen – quasi nebenbei – lernen müssen; das trifft ganz besonders auf die Arbeit von Dachverbänden, aber auch auf die Arbeit mit mehreren Projekten zu.“

Dr. Heide-Rose Brückner, ehemalige Bundesgeschäftsführerin Deutsches Kinderhilfswerk e.V.

„Die Chancen sind ganz sicher überragend gut. Im Bereich der Kindheitspädagogik auf jeden Fall, denn mittelfristig müssen bei Trägern Leitungsstellen für die Qualitäts- und strategische Weiterentwicklung besetzt werden.“

Prof. Dr. Ludger Pesch, Professor für Elementarpädagogik/Erziehungswissenschaft, Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB)



Kontakt

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Michael Brodowski: brodowski@no-spamash-berlin.eu
Studiengangskoordination: Liliana Looks: Tel.: 030 - 992 45 318, liliana.looks@ash-berli.eu

TEL: 030 – 992 45 209
FAX: 030 – 992 45 245

Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite der Hochschule.
Zur Webseite >

 

 

 

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