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Physik Bachelor of Science (B. Sc.) und Master of Science (M. Sc.)

Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Module Studiengang Physik (Studienverlaufsplan Bachelor und Master)
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Physik Bachelor of Science (B.Sc.)

Der dreijährige Bachelorstudiengang Physik dient vornehmlich dem Erwerb einer wissenschaftsorientierten, breiten physikalischen Allgemeinbildung. Für das Vollstudium der Physik bildet der qualifiziert abgeschlossene Bachelorstudiengang die erste Stufe und stellt eine Eingangsvoraussetzung für den Masterstudiengang Physik, aber auch für andere, spezialisierte Masterstudiengänge, dar.

Typisch für Münster ist in den ersten beiden Studienjahren die Integration von Experimenteller und Theoretischer Physik in Vorlesungen und Übungen, die von Lehrenden dieser beiden Fachrichtungen gemeinsam veranstaltet werden. Dies erfolgt in den Modulen „Physik I – III“ mit den Gebieten Mechanik, Thermodynamik, Elektrodynamik und Optik sowie im Modul „Atom- und Quantenphysik“. Ergänzt wird das Studium in dieser ersten Phase durch eine Grundausbildung in Mathematik (Module „Mathematische Grundlagen“ und „Integrationstheorie“) sowie durch ein Modul „Fachübergreifende Studien“. Hier wird ein breites Fächerspektrum aus den Bereichen Geophysik, Chemie, Mathematik, Informatik, Philosophie, Psychologie, Wirtschaftswissenschaften, Spanisch für Naturwissenschaftler und Deutsch als Fremdsprachen angeboten. Zusätzlich können sich Studierende auf Antrag selbst ein Modul im Bereich der fachübergreifenden Studien zusammenstellen; dieses muss in einer sinnvollen Beziehung zum Studium der Physik stehen oder der Berufsbefähigung dienen.

Grundlegende Techniken für das experimentelle und theoretische Arbeiten in der Physik werden im zweiten Studienjahr in den Modulen „Messtechnik und Signalverarbeitung“ sowie „Computational Physics“ vermittelt. Im dritten Studienjahr stehen dann Vertiefungen im Bereich der modernen Physik in den Modulen „Struktur der Materie“ und „Quantentheorie und Statistische Physik“ im Mittelpunkt. Ab dem zweiten Jahr wird parallel zu den Vorlesungen und Übungen das experimentelle Arbeiten in den Modulen „Experimentelle Übungen I und II“ erlernt und vertieft. Am Schluss des Bachelorstudiums steht die Anfertigung einer Bachelorarbeit, in der die Studierenden zeigen sollen, dass sie in der Lage sind, innerhalb eines vorgegebenen Arbeitsaufwandes ein Problem mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und die Ergebnisse sachgerecht darzustellen.

Studienziele:

Durch das Studium der Physik können sich junge Menschen in das spannende Feld physikalischer Grundlagenforschung und technologisch relevanter, angewandter Forschung einarbeiten und an der Fortentwicklung unseres gegenwärtigen Kenntnisstandes der Natur und möglicher Anwendungen verantwortlich mitarbeiten. Physikerinnen und Physiker zeichnen sich im Allgemeinen durch ihre hohe Fähigkeit zur Abstraktion und Modellbildung aus, wobei sie in der Lage sind, Wichtiges von weniger Wichtigem klar zu unterscheiden und so komplexe Problemfelder effizient zu bearbeiten. Physikerinnen und Physiker können daher auch als die Generalisten unter den Naturwissenschaftlern bezeichnet werden.

Regelstudienzeit: 6 Semester

Studienbeginn: Wintersemester

Zugangsvoraussetzungen:
Zugelassen wird, wer über die allgemeine Hochschulreife oder über ein von zuständiger Stelle für die Aufnahme des Physikstudiums als gleichwertig anerkanntes Zeugnis verfügt. Hiervon kann ganz oder teilweise abgesehen werden, wenn Studienbewerberinnen oder Studienbewerber eine geeignete berufliche Qualifikation und Berufspraxis nachweisen. Nähere Informationen zum Studium ohne Abitur finden sich hier.

Physik Master of Science (M.Sc.)

Der zweijährige Masterstudiengang Physik - auch im Rahmen des Doppelabschluss-Abkommens mit der Universität Sevilla (weitere Informationen siehe unten) - führt die Absolventinnen und Absolventen zur Berufsqualifikation als Physikerin bzw. Physiker mit einer am internationalen Spitzenniveau orientierten Qualifikation. Hauptziel ist daher die Befähigung zum effizienten, selbständigen Arbeiten an der vordersten Front der physikalischen Forschung bzw. an der Innovationsfront in Technik und Wirtschaft. Dies erfordert sowohl eine weitere fachliche Vertiefung als auch die Erarbeitung der für das Berufsbild der Physikerin und des Physikers so wichtigen, aus der Fähigkeit zum grundlegenden Denken entstehenden strategischen und praktischen Kompetenz. Im Masterstudium ist das Heranführen an die Praxis des innovativen Arbeitens in der Wissenschaft sowie die Einübung in die Praxis des Problemlösens angesichts hochgradig komplexer Fragestellungen im modernen Technik- und Wirtschaftsleben gleichberechtigt neben einer weiteren fachlichen Vertiefung des Wissens zu sehen.

Das erste Studienjahr ist der Vertiefung der im Bachelorstudium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten gewidmet. Die Studierenden wählen in den Modulen „Physikalische Vertiefung I und II“ zwei Bereiche aus den Angeboten Funktionale Nanosysteme, Kern- und Teilchenphysik, Materialphysik, Nichtlineare Physik, Photonik und Magnonik und Physik dimensionsreduzierter Festkörper. Dazu kommt ein Modul „Fachübergreifende Studien“, in dem entweder das im Bachelorstudium gewählte Fach vertieft oder ein neues Fach gewählt werden kann. Ergänzt werden diese drei Module durch ein Modul „Physikalische Wahlstudien“, in dem sich die Studierenden frei Veranstaltungen aus dem Masterstudiengang des Fachbereichs Physik zusammenstellen können.

Ein wesentliches Element der Ausbildung im Masterstudiengang Physik ist die Forschungsphase im zweiten Studienjahr. Sie dient dem Erlernen selbständigen wissenschaftlichen Arbeitens. Neben einem Einführungsprojekt zum wissenschaftlichen Arbeiten im Modul „Fachliche Spezialisierung und Projektplanung“ ist ihr zentrales Element die Masterarbeit. In dieser Phase ist die wissenschaftliche Forschung untrennbar verbunden mit dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen wie zum Beispiel Projektmanagement, Teamarbeit sowie Darstellung und Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse.

Studienziele:

Das Masterstudium soll den Studierenden, aufbauend auf ein abgeschlossenes grundständiges Bachelorstudium, vertiefte wissenschaftliche Grundlagen sowie unter Berücksichtigung der Anforderungen der Berufswelt Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden im Fach Physik so vermitteln, dass sie zur selbständigen und verantwortlichen Beurteilung komplexer wissenschaftlicher Problemstellungen und zur praktischen Anwendung der gefundenen Lösungen befähigt werden.

Internationaler Doppelabschluss mit der Universidad de Sevilla:

Im Rahmen eines Doppelabschluss-Abkommens können Studierende, die zum Masterstudium an der Universität Münster zugelassen sind und auch die Aufnahmekriterien für das Masterstudium an der Universität Sevilla erfüllen, auf Antrag das erste Studienjahr in Sevilla verbringen. Im zweiten Jahr setzen sie ihr Studium dann an der Universität Münster fort. Nach erfolgreichem Abschluss des Masterstudiums erhalten Sie von der Universität Münster den „Master of Science (M. Sc.) in Physik“ und von der Universidad de Sevilla je nach Vertiefungsrichtung den „Máster Interuniversitario en Física Nuclear“, den „Máster Universitario en Microelectrónica“ oder den „Máster Universitario en Ciencia y Tecnología de Nuevos Materiales“. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Regelstudienzeit: 4 Semester

Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester

Zugangsvoraussetzungen: Zugelassen wird, wer einen Bachelor of Science oder vergleichbaren Abschluss im Studiengang Physik oder einem Studiengang mit hohen Anteilen an theoretischer und experimenteller Physik mit mindestens der Note "befriedigend" vorweisen kann. Die Zulassung kann mit der Auflage verbunden sein, Angleichungsstudien erfolgreich abzuschließen.

Kontakt:

Zentrale Studienberatung
Schlossplatz 5
D-48149 Münster
Tel.: +49 251 83-22357
zsb@no-spamuni-muenster.de

Fachstudienberatung Physik
Prof. Dr. Hartmut Bracht
Institut für Materialphysik
Wilhelm-Klemm-Str. 10
D-48149 Münster
Tel.: +49 251 83-39004
studienberatung.physik@no-spamuni-muenster.de

Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf der Seite des Fachbereichs
Zur Webseite >


Allgemeine Informationen über den Fachbereich

Der Fachbereich Physik der Universität Münster gehört, gemessen an der Zahl seiner Studierenden (gegenwärtig etwa 1300 Studierende in den Fächern Physik und Geophysik einschließlich Lehramt, sowie etwa 200 Doktorandinnen und Doktoranden) seit Jahren zu den großen Physik-Fachbereichen in Deutschland. Durch seine Größe ist er in der Lage, ein breites Themenspektrum sowohl in der Forschung als auch in der Lehre abzudecken. Entsprechend breit gefächert sind auch die Angebote für Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten, so dass sich je nach Interesse viele Möglichkeiten der Spezialisierung bieten.

Ausstattung

Die Wahrnehmung der umfangreichen Lehr- und Forschungsaufgaben des Fachbereichs setzt die Verfügbarkeit einer leistungsfähigen Infrastruktur voraus. Die räumliche und technische Ausstattung des Fachbereichs mit Seminar- und Praktikumsräumen, Computerarbeitsplätzen für Studierende und einem Lernzentrum mit Lehrbuchsammlung ist sehr gut, wie auch immer wieder in studentischen Evaluationen bestätigt wird. Insbesondere verfügt der Fachbereich über gut ausgestattete Praktikumslabore, die kontinuierlich durch neue Versuchsaufbauten ergänzt werden. In den einzelnen Arbeitsgruppen und den kooperierenden Zentren existieren sehr gut ausgestattete Forschungslabore mit Zugang zur benötigten Infrastruktur, in denen zahlreiche und anspruchsvolle Themen für experimentelle Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten bearbeitet werden. Für theoretische Abschlussarbeiten stehen neben den Arbeitsplatzrechnern und Rechenclustern in den Arbeitsgruppen insbesondere auch die High-Performance-Computing (HPC) Systeme am Zentrum für Informationsverarbeitung der WWU Münster zur Verfügung.

 

 

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