Das Studium der Bio-, Umwelt- und Prozess-Verfahrenstechnik (Bachelor of Engineering) hat zum Ziel, den Studierenden berufsqualifizierende Kenntnisse in den Disziplinen der Verfahrenstechnik zu vermitteln. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, verfahrenstechnische Problemstellungen in den Bereichen der Bio-, Prozess- und Umweltverfahrenstechnik effizient und kompetent zu bearbeiten.
Schwerpunkte
Studienschwerpunkt Bioverfahrenstechnik
Bioingenieurwesen
Für viele Arbeitsbereiche der Industrie sind die Ingenieurwissenschaften eine grundlegende Basis. Mit der rasanten Entwicklung der Biotechnologie im letzten Jahrzehnt allerdings wächst für viele technische Anwendungen auch die Bedeutung biologischer Prozesse.
Als Prognose für die Industrie wird ein dringender Bedarf an Ingenieuren vorausgesagt, die sowohl eine ingenieurswissenschaftliche Ausbildung aufweisen und zudem qualifizierende Kenntnisse in Biologie und Chemie besitzen. „Auch Jochen Rudolph von ProcessNet, einem Zusammenschluss zwischen der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (Dechema) und dem Verein Deutscher Ingenieure, predigt den Blick über den Tellerrand …“ (Die Zeit: „Genau wie beim Kuchenbacken“, 20.05.2010).
Ein Fachgebiet, das beide Disziplinen, die Naturwissenschaften und die Technik, interdisziplinär miteinander verknüft und das die Anforderungen der Industrie erfüllt, ist das Bioingenieurwesen. Viele Studiengänge wurden in den letzten Jahren geschaffen, die unter dem Begriff des Bioingenieurwesens zusammen gefasst werden. Dies betrifft vor allem die Querschnittfächer Biotechnologie, Chemieingenieurwesen und auch die Bioverfahrenstechnik.
Bioverfahrenstechnik
Wo früher komplexe chemische Verfahren zur Anwendung kamen, lassen sich heute eine Vielzahl von industriellen Prozessen wesentlich einfacher und umweltschonender mit Hilfe der Bioverfahrenstechnik umsetzen. Beispiele sind die biotechnische Herstellung von Kunststoffen, die biologische Behandlung von Abfällen und Altlasten durch Mikroorganismen oder der Einsatz von Biofiltern.
Heute werden in den sog. Life Sciences mit biotechnologischen Prozessen eine Vielzahl von Produkten - von einfachen Grundchemikalien über technische Enzyme bis hin zu Pharmawirkstoffen wie Insulin oder Antibiotika - produziert. Da die Produkte sehr unterschiedliche chemische Strukturen und physikalische Eigenschaften aufweisen, gibt es verschiedenste verfahrenstechnische Operationen, die in der Bioverfahrenstechnik zur Anwendung kommen.
Im Fokus der Ausbildung in der Bio-Verfahrenstechnik liegt die Vermittlung entsprechender Kenntnisse in Gestaltung und Auslegung von Bioreaktoren und geeigneten Aufbereitungsverfahren. Ergänzt wird dies durch die Vermittlung der biologischen Grundlagen in den Themenfeldern Mikrobiologie und Genetik.
Studienschwerpunkt Umweltverfahrenstechnik
Hier werden Kompetenzen zum Recycling und der Behandlung von Reststoffen vermittelt. Dies schließt neben der verfahrenstechnischen Methode zur Behandlung von Abfällen und Abwässern auch die analytischen Verfahren zur Bewertung der Umweltsituation ein.
Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Verfahrenstechnik mit Studienschwerpunkt Umweltverfahrenstechnik sind daher besonders für eine berufliche Tätigkeit bei Betreibern von Abfall- und Abwasserbehandlungsanlagen, Anbietern und Herstellern von Sanierungsanlagen, in Ingenieur- und Planungsbüros sowie in Behörden geeignet. Sie projektieren und realisieren in großen Unternehmen als Verfahrenstechnikerinnen und -techniker bzw. Prozessingenieurinnen und -ingenieure deren Anlagen.
Studienschwerpunkt Prozessverfahrenstechnik
Dieser Schwerpunkt bezieht sich in erster Linie auf die Gewinnung und Produktion von Materialien. Die klassische verfahrenstechnische Ausbildung wird ergänzt durch das Thema Neue Materialien, das sich mit neuen organischen (Polymere), anorganischen Materialien (z.B. Keramik) sowie speziell strukturierten Stoffsystemen (Designed Products) und deren Herstellung beschäftigt.
Weiterhin steht die systematische Behandlung von komplexen Gesamtprozessen und die Prozessmodellierung im Vordergrund. Die Absolventinnen und Absolventen dieses Studiengangs haben in der produzierenden Industrie, bei Anlagenbauern und Ingenieurbüros sowie in der Verfahrensentwicklung sehr gute Chancen. Dies wird aufgrund der bundesweit geringen Anfängerzahlen für die nächsten Jahre in steigendem Maße zu erwarten sein.
Bewerbung und Zulassung
Informationen zur Bewerbung und Zulassung finden Sie hier >
Allgemeine Informationen
Studienbeginn: zum Winter- und Sommersemester
Abschluss: Bachelor of Engineering (B.Eng.)
Akkreditierung: bis 30.09.2012
Zulassungsbeschränkung (N.C.): nein
Gebühren: nein (nur normale Semesterbeiträge)
Regelstudienzeit: 6 Semester
Kontakt
Studierendensekretariat
Campusallee 9924, Zimmer 034 / 044
55768 Hoppstädten-Weiersbach
Natalie Krutsch
Tel: +49 6782 17-1316
Brigitte Degünther
Tel: +49 6782 17-1315
E-Mail: studienservice@umwelt-campus.de
Fachspezifische Beratung
Prof. Dr. rer. nat. Heike Bradl
Umweltgeotechnik
Tel: +49 6782 17-1197
E-Mail: verfahrenstechnik@umwelt-campus.de
Gebäude: 9913 Raum: 118
Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite der Fachhochschule
Zur Webseite >
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