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Gebärdensprachdolmetschen (M.A.)

Hochschule Fresenius, Campus Idstein

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Das Studium

Menschen mit sehr starker Höreinschränkung oder Gehörlosigkeit sind in ihren Entfaltungsmöglichkeiten in Deutschland stark benachteiligt. Die Menge an Personen, die mit ihnen angemessen in Gebärdensprache kommunizieren kann, ist viel zu gering. Es ist dringend erforderlich, hörende Menschen in Gebärdensprache zu schulen, um Gehörlose in den verschiedenen Phasen ihres Lebens (Frühförderung, Schulbildung, Berufsausbildung/Studium, Berufstätigkeit) zu unterstützen. Deutlich mehr Pädagogen und Therapeuten sollten also Gebärdensprachkenntnisse erwerben, aber darüber hinaus werden besonders Dolmetscher gebraucht die zur Integration der Gehörlosen dringend notwendig sind. In Deutschland besteht aber ein Mangel an qualifizierten Gebärdensprachdolmetscherinnen und Dolmetscher.

Bedarf

Der Bundesverband der Gebärdensprachdolmetscher sieht weiterhin - bei wachsenden Dolmetscheinsätzen und Anforderungen - in der qualifizierte Ausbildung die einzige Lösung, den Bedarf zu decken. Bundes- und Landesgesetze (SGB IX, Gleichstellungsgesetz etc.) bieten Gebärdensprachnutzern nun auch eine Grundlage, die Kommunikation per Gebärdensprachdolmetscher einzufordern.

Berufsbild und Karrierechancen

Gebärdensprachdolmetscher sind tätig, um eine reibungslose Kommunikation zwischen hörenden und gehörlosen Menschen zu ermöglichen. Die Tätigkeitsfelder der Absolventinnen und Absolventen sind deshalb so vielfältig wie die Lebenssituationen Gehörloser: Dolmetschtätigkeiten finden statt im Bildungsbereich (z.B. Schule, Ausbildung, Studium), im Arbeitsleben (z.B. Personalgespräche, Einarbeitungen, Besprechungen, Betriebsversammlungen), im Gesundheitswesen (z.B. Arztbesuche, Krankenhaus, Therapie), in der öffentlichen oder privaten Verwaltung (z.B. Behörden, Institutionen), in Einrichtungen der Wirtschaft oder im Sozialbereich sowie im Rahmen der Judikative und Exekutive (z.B. Gericht, Polizei, Rechtsanwaltskonsultationen) oder im religiösen Bereich (Gottesdienste, Taufen, Eheschließungen, religiöse Unterweisungen), in den Medien, bei politischen oder kulturellen Veranstaltungen, im Freizeitbereich und auch im Rahmen von Konferenzen. Gebärdensprachdolmetscher arbeiten freiberuflich oder im Angestelltenverhältnis.

Studienplan und Studienschwerpunkte

In den ersten beiden Semestern erwerben und erweitern Sie Ihre Kenntnisse in DGS und Gebärdensprachlinguistik, außerdem erwerben Sie Kenntnisse zu den grundlegenden Theorien, Techniken und Strategien des Dolmetschens. Überdies stehen die linguistische Struktur der DGS und deren Verwendung im Übersetzungskontext im Vordergrund. Im zweiten Studienjahr liegt neben der Vertiefung der sprachwissenschaftlichen Kenntnisse und der Vervollkommnung der Dolmetsch-Techniken ein besonderes Augenmerk auf der Auseinandersetzung mit den gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen für gehörlose Menschen. Eine Besonderheit der ersten beiden Studienjahre stellen die Module dar, die mit ihren Wahl- Anteilen auf Praxisfelder des Gebärdensprach- Dolmetschens bestimmte Themen- und Handlungsfelder verweisen und den Studierenden das Einüben von Techniken und Kompetenzen an realen Aufgaben aus dem Arbeitsalltag ermöglichen. Mit der hier möglichen Auswahl von berufsspezifischen Anforderungen und Aufgaben können Sie eine Spezialisierung erreichen. Im dritten Studienjahr/fünften Semester erfolgt die Vorbereitung und Durchführung der Master-Prüfung. Die Studierenden weisen mit der Anfertigung der Masterthese ihre wissenschaftlichen und gebärdensprach-linguistischen Kompetenzen nach. Der Studiengang schließt mit 120 ECTS und dem Abschlussgrad "Master of Arts" ab.

Die Lehrveranstaltungen finden an Wochenenden (4-6 pro Semester) und während Blockwochen (max. 2 pro Semester) statt. Die Hochschule empfiehlt die Reduzierung der Berufstätigkeit auf etwa 50%.

Studienprofil

Die Möglichkeit berufsbegleitend einen Masterstudiengang Gebärdensprachdolmetschen (für Deutsche Gebärdensprache) zu studieren, bietet bisher keine deutsche Hochschule an.

Diese Lücke soll mit dem berufsbegleitenden nicht konsekutiven Masterstudium Gebärdensprachdolmetschen geschlossen werden. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums ist es darüber hinaus möglich, im Verfahren der Einzelfallprüfung die Anerkennung zum staatlich geprüften Dolmetscher zu erwerben.

Der Studiengang Gebärdensprachdolmetschen an der Hochschule Fresenius ist ein nichtkonsekutiver Masterstudiengang, es ist also kein auf Gebärdensprache ausgerichtetes Erststudium im Vorfeld nötig. Die Bewerbung um einen Studienplatz setzt ein abgeschlossenes Hochschulstudium auf Bachelor-Niveau im Umfang von 180 ECTS voraus, darüber hinaus gute Kenntnisse der Deutschen Gebärdensprache (DGS). Die Eignung wird durch einen individuellen Eignungstest festgestellt. Der Studiengang wird in Teilzeit angeboten, die Regelstudienzeit beträgt fünf Semester.

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Berufsbegleitend:

Studienplätze: max. 20.
Bewerber: k.A.
Gesamtkosten: € 9050

Kosten

Die Hochschule Fresenius ist eine Hochschule in freier Trägerschaft, deren Studiengänge staatlich anerkannt, aber nicht staatlich refinanziert werden. Aus diesem Grund müssen wir für das Studium Gebühren erheben.

Zulassungsvoraussetzungen:

Um an der Hochschule Fresenius in Idstein ein Masterstudium
Gebärdensprachdolmetschen aufnehmen zu können, müssen Sie:

  • z. Zt. ein (beliebiges) Erststudium mind. auf Bachelorniveau mit 180 ECTS nachweisen,
  • gute Alltagskompetenz in DGS besitzen, die Sie durch einen Eignungstest nachweisen müssen. Der Test besteht aus drei Teilen:
    - freie Kommunikation mit Gehörlosen,
    - Übertragung Deutsche Lautsprache in DGS,
    - Übertragung DGS in Deutsche Lautsprache.

Jeder einzelne Teile der Aufnahmeprüfung muss bestanden sein.

Der Anbieter

Die Hochschule Fresenius mit ihrem Stammhaus in Idstein bei Wiesbaden blickt auf eine über 160-jährige wissenschaftliche Tradition im Bildungsbereich zurück. Im Jahr 1848 gründete Carl Remigius Fresenius das "Chemische Laboratorium Fresenius", das sich von Beginn an sowohl der Laborpraxis als auch der Ausbildung gewidmet hat. Die Zulassung als staatlich anerkannte Fachhochschule in privater Trägerschaft folgte im Jahr 1971.

Derzeit bietet die Hochschule Fresenius an ihrem Hauptsitz in Idstein und an den Standorten Köln, Hamburg, München, Darmstadt, Zwickau und Wien Bachelor- und Masterprogramme in Vollzeit und als berufsbegleitende Studiengänge, berufliche Ausbildungsgänge und Fort- bzw. Weiterbildungen in den Fachbereichen Chemie & Biologie, Gesundheit sowie Wirtschaft & Medien an.

Kontakt

Studienberatung und Information

Silke Schrankel
Hochschulsekretariat
Hochschule Fresenius, Idstein
Limburger Str. 2
65510 Idstein
Deutschland
+49 (0)6126/ 9352 – 0
+49 (0) 6126/ 9352 - 10

info@no-spamhs-fresenius.de

Prof. Dr. phil Carla Wegener
Studiengangsleitung
+49 (0)6126/9351-913
wegener@no-spamhs-fresenius.de

Flyer zum Studiengang (PDF) >

Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite der Hochschule
Zur Webseite >

Studieren in Idstein

Idstein liegt im Städtedreieck Limburg, Wiesbaden und Frankfurt - im landschaftlich reizvollen Taunus. Die über 700 Jahre alte ehemalige nassauische Residenzstadt (bis 1721) mit ihrer mittelalterlichen Altstadt (Stadtrechte seit 1287) ist seit 1995 Standort der Hochschule Fresenius.

Idstein bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten für Alltag und Freizeit: Einkaufsmöglichkeiten in allen Arten von Geschäften, Wohnungen und Zimmer zu erschwinglichen Preisen, gemütliche Kneipen, überregional beliebte Events wie z. B. das Hessen-Jazz-Festival, Straßenfeste, Sport, Kunst und Kultur.

 

 

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