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Theaterausstattung (Diplom)

Hochschule für Bildende Künste Dresden

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An der Hochschule für Bildende Künste Dresden studieren knapp 650 Studierende in den Studiengängen Bildende Kunst, Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut, Bühnen- und Kostümbild, Theaterausstattung sowie im Aufbaustudiengang KunstTherapie. Die Lehre findet in großzügigen Ateliers, Werkstätten und Seminarräumen an drei Standorten statt. Die Gebäude auf der Brühlschen Terrasse, der Güntzstraße und der Pfotenhauerstraße wurden umfangreich saniert und Einrichtungen etabliert, die hervorragende Studienbedingungen bieten. Dazu gehören u.a. das Labortheater, ein hochmodern sowie praxisnah ausgestatteter Bühnenversuchsraum und das Oktogon, ein außergewöhnlicher Ausstellungsort für zeitgenössische künstlerische Forschung und Präsentation. 1764 als »Haupt-Kunstakademie« gegründet, ist die Dresdner Akademie eine der ältesten Kunstakademien in Europa.

Der Fachhochschulstudiengang Theaterausstattung ist in direkter Nachbarschaft zum Studiengang Bühnen- und Kostümbild angesiedelt. Hervorgegangen aus einer in den 1960 er Jahren gegründeten Fachschule, widmet er sich der hochkarätigen Ausbildung spezieller Theaterausstattungsberufe: der Theatermalerei, der Theaterplastik, der Kostümgestaltung und dem Maskenbild. Traditionell sind diese Berufe der Interpretation und Umsetzung bildnerischer Entwürfe verpflichtet, inzwischen ist jedoch ein hoher Anteil eigenverantwortlicher Gestaltung hinzugekommen. Die Ausbildungsprofile sind durch drei Teile geprägt, die sich durchdringen: Künstlerische Gestaltung, Handwerk/Technologie und Theorie. Das vierjährige modularisierte Studium ist praxisnah ausgerichtet und bereitet die Studierenden auf moderne komplexe Inszenierungs- und Produktionsformen bei Theater, Film, Fernsehen, Showbusiness und Eventgestaltung, aber auch Ausstellungs- und Messegestaltung vor. Darüber hinaus ist eine freischaffende fächerübergreifende Praxis möglich.

6 Universitäten und Hochschulen sorgen in der sächsischen Landeshauptstadt für Vitalität. Bezahlbarer Wohnraum, abwechslungsreiches Stadtteilleben, ein Kulturangebot von erstklassiger Qualität und internationaler Ausstrahlung bilden ein reizvolles Studienumfeld.

Fachrichtung Theatermalerei

Theatermalerei blickt als klassische Disziplin szenischer Dekorationsgestaltung auf eine lange Tradition zurück. Neben der zentralen Prospektmalerei findet die Theatermalerei auch Anwendung bei nahezu allen farbigen und strukturalen Oberflächengestaltungen in den Genres des Theaters, des Films und Fernsehens.

Darüber hinaus haben sich in jüngerer Zeit die Anwendungsgebiete erweitert. So kommt der Theatermaler ebenso in der Werbung, dem Messe- und Ausstellungsbau und weiteren Flächen- und Wandgestaltungen zum Einsatz. Dieser Bandbreite versucht das Studium zu entsprechen. Aufbauend auf umfassenden zeichnerischen und malerischen Grundlagen wird der souveräne Umgang mit unterschiedlichen Gestaltungstechniken und das Wissen um deren ästhetische Wirkung vermittelt.

Die Theatermalerei ist in hohem Maße eine interpretierende Kunst. Dafür ist ein sicheres Einfühlungsvermögen in stilistische Besonderheiten und künstlerische Handschriften notwendig. Eine umfassende Kenntnis geeigneter Technologien und Gestaltungsweisen ermöglicht dem modernen Theatermaler Entwürfe adäquat umzusetzen. Dafür werden im Studium verschiedene Mal- und Spritztechniken erlernt und in einer Vielzahl von Belegarbeiten angewendet. Entsprechende Themen sind die Umsetzung diverser Genres der Zeichnung, Grafik und Malerei, der Ornamentik, des Reliefs, der Architektur-, Landschafts- und Figurendarstellung. Ergänzend werden Techniken zur Material- und Oberflächenimitation sowie Schabloniertechniken gelehrt.

Die moderne Theatermalerei erfordert zunehmend, Konzepte und Methoden für die Gestaltungsprozesse flexibel und eigenverantwortlich zu entwickeln, was auch Entwurfsarbeit einschließen kann. Theatermalerei ist Teil einer Gesamtgestaltung, der Theatermaler braucht Teamfähigkeit und kommunikative Kompetenz.

Fachrichtung Theaterplastik

Ebenso wie die Theatermalerei hat die Theaterplastik ihre Wurzeln in der Dekorationsgestaltung des Theaters und blickt damit auf eine lange Entwicklungsgeschichte zurück. Im Kern aus der Bildhauerei hervorgegangen, hat sich die Theaterplastik ein eigenes Wirkungsfeld mit speziellen Materialien, Gestaltungsformen und Technologien für die szenischen Bedingungen des Theaters, aber auch des Filmes und Fernsehens geschaffen. Auch die moderne Theaterplastik kommt jedoch inzwischen weitaus breiter zur Anwendung, wie zum Beispiel in der Werbung, dem Ausstellungs- und Messebau oder der Gestaltung des öffentlichen Raumes. Dabei kommen die im Theater entwickelten Technologien für eine flexible temporäre Nutzung der theaterplastischen Objekte gut zum Einsatz.

Dem Reichtum der gestalterischen Möglichkeiten und Anwendungen versucht das Studium zu entsprechen. Aufbauend auf umfassenden plastischen Grundlagen und einer ausführlichen zeichnerischen aber auch malerischen Grundausbildung wird der Umgang mit vielfältigen Gestaltungstechniken und das Wissen um deren ästhetische Wirkung vermittelt. Darüber hinaus nimmt die Vermittlung der unterschiedlichen Fertigungstechnologien in Theorie und Praxis erheblichen Raum ein.

Theaterplastiker brauchen ein sicheres Einfühlungsvermögen in stilistische Besonderheiten und künstlerische Handschriften, denn auch Theaterplastik ist in erster Linie eine interpretierende Kunst. Durch die Auswahl geeigneter Gestaltungsformen und Technologien kann der Theaterplastiker Entwürfe adäquat umsetzen und für den entsprechenden Einsatz vorbereiten. Dazu umfasst das Studienangebot einerseits klassische plastische Disziplinen wie Figur, Porträt, Relief und Tierplastik und andererseits eine umfangreiche Technologie- und Werkstoffkunde. Die Breite der Einsatzmöglichkeiten verlangt vom Theaterplastiker zunehmend Flexibilität und eigenverantwortliches Arbeiten, gleichzeitig aber Teamfähigkeit in Inszenierungsprozessen.

Fachrichtung Maskenbild

Das Maskenbild hat großen Einfluss auf die Ausdrucksmöglichkeiten eines Darstellers und wirkt damit unmittelbar auf sein Spiel ein. Das Spektrum maskenbildnerischer Arbeit entspricht der großen Vielfalt darstellender Rollen in Theater, Film, Fernsehen und anderen Medien. Die Verwandlung von Darstellern zu szenischen Figuren gleicht oft der Zauberei: Masken vermögen extreme Veränderungen zu bewirken. Das reicht von der Gestaltung diffiziler Charakterrollen bis zum plakativen Prototyp, von sanfter Veränderung bis zur karikativen Übersteigerung. Hinzu kommen Spezialgebiete wie die Darstellung von Verletzungen und anatomischen Veränderungen, Tiergestaltungen oder Fantasiefiguren.

Voraussetzung für die Bewältigung dieser Herausforderungen ist die Beherrschung vielseitiger Gestaltungsmittel, handwerklicher Fertigkeiten und spezifischer Technologien und Materialien. Dem versucht die Lehre mit dem Angebot spezieller Fächer wie Schminken, Haararbeiten, historische Frisurengestaltung, Abguss- und Schaumtechniken, Modellieren und Kaschieren zu entsprechen.

Moderne maskenbildnerische Arbeit ist zwar eine interpretierende Disziplin, schließt aber immer häufiger eigene Entwurfsarbeit und selbständige Entwicklung von Gestaltungsweisen und Umsetzungsprozessen ein.

Dafür werden im Fach Maskenentwurf ästhetische und funktionale Konzepte und Entwürfe erarbeitet, die die Voraussetzung für adäquate praktische Umsetzungen bilden.

Die notwendige fachtheoretische Basis bieten die Lehrangebote in Stilkunde, Kostüm- und Frisurengeschichte, in denen umfangreiches Wissen über stilistische Entwicklungen von Mode und Haartracht vermittelt werden. Das Maskenbild ist Teil einer ganzheitlichen Wirkung der menschlichen Gestalt, des Darstellers, und somit unmittelbar mit dem Kostüm verknüpft. Dies erfordert das Einfühlungsvermögen und die Integrationsfähigkeit des Maskenbildners in eine Gesamtgestaltung.

Fachrichtung Kostümgestaltung

Das Kostüm ist ein entscheidendes Attribut des Darstellers, ist Verhüllung und Ausdruck einer Haltung zugleich. Der inhaltliche und ästhetische Pluralismus der modernen darstellenden Medien stellt eine große Herausforderung an die Gestaltung und Herstellung von Kostümen dar. Genretreue und stilistische Eindeutigkeit stehen neben Vermischungen und unendlicher Kreationsvielfalt. Insofern ist die Interpretationsfähigkeit des Kostümgestalters eine zentrale Eigenschaft. Deshalb hat das Studium das Ziel, die Studierenden dazu zu qualifizieren, Kostümentwürfe für Musik-, Tanz- und Sprechtheater sowie für Film- und Fernsehproduktionen und weitere Medien in ihrem dramaturgischen Zusammenhang zu analysieren und eigenständig gestaltend umzusetzen.

Basierend auf der Zugangsvoraussetzung zum Studium, der abgeschlossenen Schneiderlehre, wird ein großes Spektrum handwerklichtechnologischer, kreativer und theoretischer Fächer angeboten. Den Kern stellen dabei historische und moderne Schnittkonstruktion und -gestaltung sowie entsprechende Fertigungstechniken dar. Flankiert werden diese durch eine theoretische Basis, bestehend aus Kostümgeschichte und Uniformkunde.

Eigenes kreatives Potential fördert das künstlerische Einfühlungsvermögen, das für die Interpretation von Kostümentwürfen unabdingbar ist und im Fach Entwurfsinterpretation geschult wird. Zu Interpretation, Gestaltung und Fertigung treten experimentelle Techniken, die unkonventionelle Gestaltungsformen und innovative Materialbehandlungen entwickeln.

Da Kostümgestalter als Gewandmeister häufig Leitungspositionen übernehmen, spielen betriebswirtschaftliche Aspekte wie z. B. Fertigungskalkulation ebenfalls eine Rolle.

Kostümgestalter wie auch alle anderen Theaterausstattungsberufe sind der besonderen Herausforderung ausgesetzt, eine Balance zu finden zwischen eigenem interpretatorischem Anspruch und der Anforderung, eine gegebene bildnerische Aufgabe umzusetzen. Dies stellt Reiz und Schwierigkeit zugleich dar und bildet ein Spannungsfeld, das zu beherrschen, dieses 4. Studienjahr, Historisches Kostüm nach einer Bildvorlage von Ilja Repin Studium vermitteln will.

Infos zur Bewerbung

Zunächst ist eine Mappe für die Bewerbung zur Eignungsprüfung einzureichen:
Bewerbungszeitraum für alle Studiengänge: 1. Oktober bis 15. Januar

1. Die Mappe - Portfolio

Die Mappe enthält eigene künstlerische Arbeiten (Zeichnungen, Grafik, Malerei) und Fotos eigener gestalterischer Arbeiten aus der Praxis. Im Falle einer Bewerbung im Fach Theaterplastik sollen die Zeichnungen von plastischen Arbeiten – bzw. Fotos die Maßangaben der Originalgröße enthalten.

2. Die Bewerbungsunterlagen

Zusätzlich müssen postalisch oder persönlich an die Hochschuladresse getrennt von der Mappe die Bewerbungsunterlagen eingereicht werden.

3. Vorauswahl

Die eingereichten Mappen werden einer Vorauswahl unterzogen. Die von der Zulassungskommission der Studienrichtung ausgewählten Bewerber werden zu einer mehrtägigen Eignungsprüfung an der Hochschule eingeladen.

4. Die Eignungsprüfung

Der Termin für die Eignungsprüfung liegt jährlich in den Monaten Februar bis April. Die Auswahl der Bewerber, die die Eignungsprüfung bestanden haben, trifft die Zulassungskommission der Studienrichtung.

5. Zulassung

Nach bestandener Eignungsprüfung erhalten die Studienbewerber die Zulassung der Hochschule für Bildende Künste Dresden, in der Regel für das auf die Bewerbung folgende Wintersemester.

Bei nicht bestandener Eignungsprüfung kann sich der Studienbewerber zum nächsten Termin erneut bewerben.

Für die Zulassung zum Studium Theaterausstattung gelten im Einzelnen folgende Bedingungen:

  1. die allgemeine Hochschul- bzw. Fachhochschulreife
  2. Nachweis eines mindestens fünfmonatigen Vorpraktikums im studienrichtungsbezogenen Arbeitsbereich am Theater, beim Film oder Fernsehen oder einem artverwandten Medium.
  3. Nachweis der bestandenen Eignungsprüfung Für Bewerber der Studienrichtung Kostümgestaltung wird ein Lehrabschluss als Damen- oder Herrenschneider vorausgesetzt und ein Vorpraktikum von fünf Monaten gefordert. Das Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden beginnt im Regelfall zum Wintersemester.

Kontakt

Hochschule für Bildende Künste Dresden
Fachhochschulstudiengang Theaterausstattung
Fakultät II
Güntzstraße 34 
01307 Dresden 
Germany

Ansprechpartnerin

Rosemarie Dethloff
T / P: +49 (0)351 - 4402 - 2140
F: +49 (0) 351 - 4402 - 2151
dethloff@no-spamserv1.hfbk-dresden.de

Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie auf der Webseite der Hochschule.
Zur Webseite >

 

 

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